rottmoser

Worldcup #3: Marmotta Trophy im Vinschgau

Am vergangenen Wochenende trafen sich die besten Skibergsteiger der Welt zum Kräftemessen im Martelltal.

lautenbacher

Hochalpines Gelände in einer der Tragepassagen.

weltcup skibergsteigen

Steile Abfahrten mussten die Athleten beim Weltcup im Martelltal meistern.

martelltal

Der Sprint-Dominator der letzten Jahre Seppi Rottmoser meldet sich eindrucksvoll zurück. Robert Antonioli (links) und Toni Lautenbacher (rechts).

vinschgau

Toni Lautenbacher ging im Finale mit Vollgas vom Start weg. Zum Schluss reichte es für den dritten Platz, seine beste Weltcup-Platzierung.

Das Stockerl wird dominiert vom deutschen Team.

Deutsches Team ohne Toni Palzer

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall des besten deutschen Skibergsteigers Toni Palzer holt der junge Toni Lautenbacher beim Weltcup in Italien die Kohlen aus dem Feuer. Toni Lautenbacher landete mit einer Zeit von 1:53:38 Stunden auf den 18. Platz in Einzelrennen. Damit festigt er nach seinen Erfolgen bei der WM in Verbier seine Top-20-Ambitionen. Alexander Schuster kämpfte sich mit einer Zeit von 2:14:50 Stunden ins Ziel und landete auf dem 47. Platz. Nach der zweiten Abfahrt musste der gesundheitlich angeschlagenen Cornelius Unger das Rennen entkräftet aufgeben. 

Als hochalpines Individual-Rennen bei bestem Wetter präsentierte sich die Marmotta Trophy im Martelltal in Südtirol. Der Start lag auf 2000 Metern und der höchste Punkt auf fast 3000 Metern. Die insgesamt sehr anspruchsvolle Strecke kam den Läufern entgegen, die viel in höheren Lagen trainieren können. Am besten gelang das dem exzellenten französischen Skibergsteiger und Skifahrer, William Bon Mardion, der mit einer Zeit von 1:44:09 Stunden ins Ziel kam und damit den Dominator der Saison Kilian Jornet auf den zweiten Platz verwies. Dritter wurde der Franzose Xavier Garchet. Bei bitterkalten Temperaturen starteten die Skibergsteiger um 9:20 Uhr auf die Strecke. Auf den insgesamt 1700 Höhenmetern mussten die Athleten vier kräftezehrende Aufstiege, zwei steile Tragepassagen sowie drei anspruchsvolle Abfahrten hinter sich bringen.

Seppi Rottmoser dominiert den Sprint

Seppi Rottmoser aus Rosenheim, der weltbeste Sprinter der letzten Jahre, holte sich  den Sieg beim Weltcup-Sprintrennen im Martelltal in Iatlien. Der junge Toni Lautenbacher aus Benediktbeueren läuft auf den dritten Platz und holt sich damit sein bestes Weltcup-Ergebnis. Auf der ideal präparierten Sprintstrecke setzten sich Rottmoser und Lautenbacher sowohl in der Qualifikation, bei der jeder Athlet gegen die Uhr läuft, als auch in den Finalläufen souverän durch. Im Finale konnte Seppi Rottmoser ab der Hälfte des Rennens die Führung übernehmen, ging als erster in die Abfahrt und lies sich den Sieg nicht mehr nehmen. Toni Lautenbacher sicherte sich hinter dem erneut bärenstarken Italiener – und derzeit bestem Allrounder im Weltcup-Zirkus Robert Antonioli – den zweiten Platz. „Ich kann es einfach nicht glauben, was heute passiert ist. Ich wollte dieses Jahr unter die Top-20 laufen. Dass ich bei einem Weltcup auf dem Stockerl stehe, kann ich noch nicht ganz begreifen“, gab Toni Lautenbacher einige Stunden nach dem Rennen zu. 

Der letzte Weltcup der Saison findet vom 28.-29. März im italienischen Prato Nevoso statt. Weitere Infos zum ISMF-Weltcup finden Sie auf der ISMF-Website.

Text: Johannes Schmid
Fotos: Willi Sebacher